{"id":104,"date":"2016-11-13T11:36:58","date_gmt":"2016-11-13T10:36:58","guid":{"rendered":"http:\/\/themes.elmastudio.de\/neubau\/?p=104"},"modified":"2021-01-31T11:47:32","modified_gmt":"2021-01-31T10:47:32","slug":"diebstahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/diebstahl\/","title":{"rendered":"Diebstahl"},"content":{"rendered":"<p>Diebstahl ist nicht nur eines der h\u00e4ufigsten Verbrechen \u00fcberhaupt, sondern auch eine Tat mit gro\u00dfer Geschichte: Schon Eva eignete sich den Apfel im Paradies auf diese Weise an, Prometheus stahl das Feuer der G\u00f6tter, der heilige Augustinus beschrieb sich in seiner Autobiografie als einen Dieb, und Jean-Jacques Rousseau folgte ihm darin mit seiner ebenfalls \u00e4u\u00dferst einflussreichen Autobiografie nach.<br \/>\nImmer wieder stehen Diebe in der Literatur und in den Mythen f\u00fcr Neuanf\u00e4nge und f\u00fcr Emanzipation: Wo gestohlen wird, geschieht eine behutsame und gewaltlose Rebellion, und es wird eine Ungerechtigkeit ausgeglichen. W\u00e4hrend die Praktiken der \u203aGabe\u2039 im zwanzigsten Jahrhundert intensiv studiert wurden, hat der Diebstahl in den Kulturwissenschaften bisher keine Beachtung gefunden. Andreas Gehrlach zeichnet anhand zahlreicher Beispiele die westliche Kulturgeschichte des Stehlens von der Antike bis in die postmoderne Philosophie nach und widmet sich der Frage, wie die subversiven Praktiken des Diebstahls die festen Eigentums- und Besitzordnungen zu jeder Zeit unterlaufen und ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<br \/>\nDas von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef\u00f6rderte Forschungsprojekt, in dessen Rahmen Andreas Gehrlach unter dem Titel Diebe. Die heimliche Aneignung als Ursprungserz\u00e4hlung in Literatur, Philosophie und Mythos (Paderborn 2016) seine Dissertation eingereicht und ver\u00f6ffentlicht hat, ist an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen angesiedelt und wird in Zusammenarbeit mit Dorothee Kimmich betrieben.<\/p>\n<p>Die Monografie \u00bbDiebe\u00ab ist 2016 im Fink Verlag erschienen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.fink.de\/katalog\/titel\/978-3-7705-6000-4.html\">Link<\/a> zur\u00a0Publikation.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.uni-tuebingen.de\/fakultaeten\/philosophische-fakultaet\/fachbereiche\/neuphilologie\/deutsches-seminar\/abteilungen\/neuere-deutsche-literatur\/mitarbeitende\/prof-dr-dorothee-kimmich\/mitarbeitende\/dr-andreas-gehrlach\/dfg-projekt-diebstahl.html\">Link<\/a> zur Projekt-Homepage \u00bbDiebstahl\u00ab in T\u00fcbingen.<\/p>\n<p>Link zu Radio-Interviews zum Thema:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr3\/programm\/sendungen\/wdr3-gutenbergs-welt\/klauen-borgen-besorgen-100.html\">WDR 3<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/kulturgeschichte-literarische-diebesgestalten.1270.de.html?dram:article_id=363207\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p>Abbildung: Die Wahrsagerin,\u00a0Georges de la Tour, zw. 1630 u. 1639,\u00a0\u00d6l auf Leinwand,\u00a0102 \u00d7 123 cm,\u00a0\u00a9 Metropolitan Museum.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diebstahl ist nicht nur eines der h\u00e4ufigsten Verbrechen \u00fcberhaupt, sondern auch eine Tat mit gro\u00dfer Geschichte: Schon Eva eignete sich den Apfel im Paradies auf diese Weise an, Prometheus stahl das Feuer der G\u00f6tter, der heilige Augustinus beschrieb sich in seiner Autobiografie als einen Dieb, und Jean-Jacques Rousseau folgte ihm darin mit seiner ebenfalls \u00e4u\u00dferst einflussreichen Autobiografie nach.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":553,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2468,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104\/revisions\/2468"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/553"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}