{"id":150,"date":"2015-12-16T05:35:51","date_gmt":"2015-12-16T05:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/themes.elmastudio.de\/neubau\/?p=150"},"modified":"2026-07-10T15:59:48","modified_gmt":"2026-07-10T13:59:48","slug":"kulturwissenschaftliche_aesthetik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/kulturwissenschaftliche_aesthetik\/","title":{"rendered":"Heterogene \u00c4sthetiken"},"content":{"rendered":"<p>Der Lehr- und Forschungsbereich <i>Kulturtheorie und Kulturwissenschaftliche \u00c4sthetik<\/i> an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin ist in der deutschsprachigen Universit\u00e4tslandschaft singul\u00e4r. Zwar kn\u00fcpft der Titel an die im 18. Jahrhundert gestiftete philosophische Disziplin der \u00c4sthetik an, die in ihrer Kantischen Auspr\u00e4gung mit dem Anspruch verkn\u00fcpft war, dem Sch\u00f6nen und der Kunst ein freies und autonomes Feld zu verschaffen. Mit der kulturwissenschaftlichen Perspektive werden jedoch andere, namentlich politische Zug\u00e4nge zu \u00e4sthetischen Fragestellungen im Zeichen einer heterogenen \u00c4sthetik er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren kolonialhistorische Kontextualisierungen der klassischen Texte der \u00c4sthetik sowie Fragen der kolonialen Kultivierung des Geschmacks. Dazu geh\u00f6rt die Auseinandersetzung mit der \u00bbAufteilung des Sinnlichen\u00ab (Ranci\u00e8re), des Sicht- und Sagbaren, zumal mit der rassistischen Ausgrenzung \u00e4sthetischer Verm\u00f6gen und Praktiken. Damit ist ferner die Untersuchung der von der klassischen \u00c4sthetik verworfenen Perspektiven verbunden: Die <i>ais<\/i><i>t<\/i><i>hesis <\/i>im Wortsinn von Empfindung und Wahrnehmung, die k\u00f6rperlich-sinnliche Dimension \u00e4sthetischer Affizierungen, Ber\u00fchrungen und Gef\u00fchle, einschlie\u00dflich der \u00bbugly feelings\u00ab (Ngai) und des \u00bbGebrauchs der L\u00fcste\u00ab (Foucault); vor allem von K\u00fcnsten, Verfahren,\u00a0Medien, Praktiken und Akteur:innen Schwarzer, migrantischer, queerer, kindlicher und \u203aprimitiver\u2039 \u00c4sthetik, die zu den gegenw\u00e4rtigen und historischen \u00bbMutationen des sinnlichen Gewebes\u00ab (Ranci\u00e8re) beitragen. Au\u00dferdem handelt es sich darum, die Bedeutung des \u00c4sthetischen f\u00fcr die Aus\u00fcbung von Macht und Gewalt im organisierten Ma\u00dfstab zu untersuchen, insbesondere von pornografischer, sexueller und sadistischer Gewalt. Denn keine Machtformation und Gewaltorganisation ist \u00e4sthetisch abstinent. Und nicht zuletzt geht es um \u00e4sthetische Artikulationsformen und aisthetische Praktiken des Politischen, um verk\u00f6rperte Formen von Widerst\u00e4ndigkeit, von widerstrebenden Affekten und konkreten <i>body politics<\/i>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lehr- und Forschungsbereich Kulturtheorie und Kulturwissenschaftliche \u00c4sthetik an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin ist in der deutschsprachigen Universit\u00e4tslandschaft singul\u00e4r. Zwar kn\u00fcpft der Titel an die im 18. Jahrhundert gestiftete philosophische Disziplin der \u00c4sthetik an, die in ihrer Kantischen Auspr\u00e4gung mit dem Anspruch verkn\u00fcpft war, dem&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3757,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-150","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=150"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3787,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150\/revisions\/3787"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}