{"id":2157,"date":"2019-02-04T15:17:01","date_gmt":"2019-02-04T14:17:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/?p=2157"},"modified":"2025-07-22T13:15:11","modified_gmt":"2025-07-22T11:15:11","slug":"askese-als-beruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/askese-als-beruf\/","title":{"rendered":"Askese als Beruf"},"content":{"rendered":"<p>Ende des 18. Jahrhunderts verbreitete sich unter englischen Adeligen eine geradezu exzentrische Mode: Sie bezahlten Eremiten, damit diese in ihren G\u00e4rten in eigens eingerichteten Einsiedeleien als \u00bblebender Schmuck\u00ab wohnten. Die Tradition hat diese sonderbaren und zugleich faszinierenden Figuren als \u00bbSchmuckeremiten\u00ab bezeichnet. Die Einsiedler verpflichteten sich dazu, strenge \u00e4sthetische Regeln und Verhaltensregeln einzuhalten: Sie durften jahrelang weder Haar noch Bart und N\u00e4gel schneiden, mussten in vollkommener Abschottung leben und gelegentlich die G\u00e4ste ihrer Arbeitgeber unterhalten.<\/p>\n<p>Wie kam es aber dazu, dass es pl\u00f6tzlich vorstellbar wurde, einen Anachoreten f\u00fcr den eigenen Landschaftsgarten anzuheuern? Welche Rolle spielten die Schmuckeremiten im Kontext der europ\u00e4ischen S\u00e4kularisierung? Waren sie einsame Weise, Performer oder etwa die leibhaftigen Vorg\u00e4nger der heutigen Gartenzwerge?<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende des 18. Jahrhunderts verbreitete sich unter englischen Adeligen eine geradezu exzentrische Mode: Sie bezahlten Eremiten, damit diese in ihren G\u00e4rten in eigens eingerichteten Einsiedeleien als \u00bblebender Schmuck\u00ab wohnten. Die Tradition hat diese sonderbaren und zugleich faszinierenden Figuren als \u00bbSchmuckeremiten\u00ab bezeichnet. Die Einsiedler verpflichteten sich dazu, strenge \u00e4sthetische Regeln und Verhaltensregeln einzuhalten: Sie durften jahrelang weder Haar noch Bart und N\u00e4gel schneiden, mussten in vollkommener Abschottung leben und gelegentlich die G\u00e4ste ihrer Arbeitgeber unterhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":2176,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2157"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2157"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2157\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3521,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2157\/revisions\/3521"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}