{"id":3010,"date":"2022-10-27T09:04:33","date_gmt":"2022-10-27T07:04:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/?p=3010"},"modified":"2025-07-22T13:11:24","modified_gmt":"2025-07-22T11:11:24","slug":"gedichte-aus-guantanamo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/gedichte-aus-guantanamo\/","title":{"rendered":"Gedichte aus Guant\u00e1namo"},"content":{"rendered":"<p>Guant\u00e1namo Bay aus der Perspektive der Gefangenen: Zweiundzwanzig Gedichte dokumentieren die Folter im ber\u00fcchtigten Lager und die Sehns\u00fcchte und Menschlichkeit ihrer Autoren.<\/p>\n<p>Mindestens 780 muslimische M\u00e4nner waren im extraterritorialen Gefangenenlager der USA in Guant\u00e1namo inhaftiert: Bauern und H\u00e4ndler, \u00c4rzte und Entwicklungshelfer, Gefl\u00fcchtete und Reisende, Taliban- und al-Quaida-Angeh\u00f6rige. Ohne Zugang zu rechtsstaatlichen Verfahren wurden sie \u00fcber Jahre gefoltert. Mit Guant\u00e1namo ging es nicht um Gerechtigkeit oder Geheimdienstinformationen, sondern um eine Bildpolitik der Macht und Herrschaft der Vereinigten Staaten. Weniger bekannt ist jedoch, wie die Gefangenen Widerstand leisteten und zu \u00fcberleben versuchten: Sie lehrten einander Sprachen und Br\u00e4uche, traten in Hungerstreik und w\u00e4hlten Vertreter, sie malten in den Sand oder sangen zusammen. Und sie schrieben Gedichte. Diese kleinsten Einheiten des sch\u00f6pferischen Widerstands stehen bis heute unter Verschluss, als w\u00e4re Poesie etwas, das noch den m\u00e4chtigsten Staat zu Fall bringen kann. Bekannt ist nur diese Auswahl von zweiundzwanzig Gedichten, die nach einer \u00dcbertragung ins Englische nun erstmals auf Deutsch vorliegen. Ihrer Entstehung, \u00dcberlieferung und historischen Verortung in einer langen Tradition poetischen Widerstands geht Sebastian K\u00f6thes Nachwort nach, das dazu einl\u00e4dt, diese Texte gleichzeitig als Zeitdokumente und als Zeugnisse der Menschlichkeit ihrer Verfasser zu lesen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Guant\u00e1namo Bay aus der Perspektive der Gefangenen: Zweiundzwanzig Gedichte dokumentieren die Folter im ber\u00fcchtigten Lager und die Sehns\u00fcchte und Menschlichkeit ihrer Autoren.<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":3011,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3010"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3010"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3010\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3511,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3010\/revisions\/3511"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}