{"id":3371,"date":"2024-10-02T10:23:39","date_gmt":"2024-10-02T08:23:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/?p=3371"},"modified":"2025-04-30T08:08:07","modified_gmt":"2025-04-30T06:08:07","slug":"koerper-des-gestischen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/koerper-des-gestischen\/","title":{"rendered":"K\u00f6rper des Gestischen"},"content":{"rendered":"<p>In der Kulturwissenschaft hat sich zuletzt eine Perspektivverschiebung von der Geste hin zum <em>Gestischen<\/em> vollzogen und dabei programmatische Vorschl\u00e4ge zu einem Gestisch-Werden von Philosophie (Goppelsr\u00f6der 2014) und Forschung (Darian\/Smit 2019) hervorgebracht. Im Vordergrund steht dabei nicht l\u00e4nger die Analyse von Gesten in ihren semantischen Gehalten, sondern \u201eGestisches als Vorgang und Prozess, als Disposition und Haltung\u201c (ebd., 9) \u2013 mithin das, was an der Geste nicht intendiert oder appropriiert werden kann (Ricco 2014), was fl\u00fcchtig und unbeendet bleibt (Mu\u00f1oz 2009) und sich trotzdem artikuliert und Beziehungen zu stiften vermag (Rodr\u00edguez 2014). In diesem Workshop m\u00f6chten wir nach dem Ort des K\u00f6rpers in einem solchen Denken des Gestischen fragen \u2013 und dabei die Potentiale des Gestischen f\u00fcr unsere eigenen materialorientierten, theoretischen und historischen Forschungen zum K\u00f6rper diskutieren. Wir gehen davon aus, dass die gestischen Potentiale des K\u00f6rpers sich nicht in der Geste \u2013 ihrer Zeichenhaftigkeit oder intentionalen Ausf\u00fchrung \u2013 ersch\u00f6pfen. Mit dem Gestischen richtet sich der Blick vielmehr auf konkrete aisthetische, literarische, k\u00fcnstlerische und theoretische Vollzugsformen, in denen die Rolle und Position des K\u00f6rpers immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt wird. Was hie\u00dfe es demnach, den K\u00f6rper vom Gestischen her zu denken? Welche K\u00f6rper tauchen in gestischen Vollz\u00fcgen auf? Was w\u00e4ren die K\u00f6rper des Gestischen in Differenz zu den Gesten des K\u00f6rpers? Diesen Fragen m\u00f6chten wir ausgehend von Theoriefragmenten, Materialeinblicken oder historischen Fallstudien nachgehen, die die Teilnehmenden aus ihren eigenen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Fragen des K\u00f6rpers einbringen und in einem gespr\u00e4chs- und fragenorientierten Workshop diskutieren m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Der Workshop findet vom 25.\u201326. Oktober 2024 am Institut f\u00fcr Kulturwissenschaft statt. F\u00fcr das Programm und die Anmeldung wenden Sie sich bitte per E-Mail an Waldemar Isak (&#119;&#x61;&#x6c;&#100;&#x65;&#x6d;&#97;&#x72;&#x2e;&#105;&#x73;&#x61;&#107;&#x40;&#x68;&#117;&#x2d;&#x62;&#101;&#x72;&#x6c;&#105;&#x6e;&#x2e;&#100;&#x65;).<\/p>\n<p>Mit Beitr\u00e4gen von Holger Brohm, Iris D\u00e4rmann, Georg Dickmann, Vanessa Franke, Anna Gien, Fiona Hanley, Waldemar Isak, Sophia Lohmann, Silvia Mazzini und Jasmin Mersmann.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; font-size: 14pt;\"><br \/>\nReferenzen:<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Veronika Darian\/Peer de Smit: \u201eGestische Forschung \u2013 Praktiken und Perspektiven. Eine Einf\u00fchrung\u201c, in: Dies. (Hrsg.): <em>Gestische Forschung. Praktiken und Perspektiven<\/em>. Berlin 2019, S. 9\u201331.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Fabian Goppelsr\u00f6der: \u201eZwischen Konzept und Ph\u00e4nomen. Die Geste als Denkfigur\u201c, in: Ulrich Richtmeyer\/ders.\/Toni Hildebrandt (Hrsg.): <em>Bild und Geste. Figurationen des Denkens in Philosophie und Kunst<\/em>. Bielefeld 2014, S. 203\u2013214.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Jos\u00e9 Esteban Mu\u00f1oz: <em>Cruising Utopia. <\/em><em>The Then and There of Queer Futurity<\/em>. New York\/London 2009.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">John Paul Ricco: <em>The Decision Between Us. Art and Ethics in the Time of Scenes<\/em>. London 2014.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Juana Mar\u00eda Rodr\u00edguez: <em>Sexual Futures, Queer Gestures, and Other Latina Longings<\/em>. New York 2014.<\/span><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Kulturwissenschaft hat sich zuletzt eine Perspektivverschiebung von der Geste hin zum Gestischen vollzogen und dabei programmatische Vorschl\u00e4ge zu einem Gestisch-Werden von Philosophie und Forschung hervorgebracht. 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