{"id":3795,"date":"2018-03-02T16:45:31","date_gmt":"2018-03-02T15:45:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/?p=3795"},"modified":"2026-07-29T17:14:05","modified_gmt":"2026-07-29T15:14:05","slug":"deborah-v-brosteaux","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/deborah-v-brosteaux\/","title":{"rendered":"D\u00e9borah V. Brosteaux"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div class=\"entry-summary\">\n<p>Assoziierte Forscherin<\/p>\n<p>Georgenstr. 47<br \/>\n10117 Berlin<\/p>\n<p>&#x44;&#x65;&#x62;&#x6f;&#114;&#97;&#104;&#46;b&#x72;&#x6f;&#x73;&#x74;&#x65;&#97;&#117;&#120;&#64;u&#x6c;&#x62;&#x2e;&#x62;&#x65;<\/p>\n<\/div>\n<p>D\u00e9borah V. Brosteaux ist Postdoctoral Researcher an der Universit\u00e9 Libre de Bruxelles. Sie ist zudem Mitglied des CREG (Centre de Recherche sur l\u2019Exp\u00e9rience de Guerre, ULB-MSH) und des Marc Bloch Zentrums Berlin, und sie unterrichtet in Sciences Po Lille.<\/p>\n<p>Ihr aktuelles Postdoc Projekt <em>Affektive Erbschaften. Die M\u00f6glichkeiten eines nicht-faschistischen Lebens im Neuen Deutschen Film<\/em> steht im Zeichen der Frage, die eine ganze Generation nach dem Zweiten Weltkrieg besch\u00e4ftigte und uns seitdem nicht losl\u00e4sst: Wie kann man ein nicht-faschistisches Leben f\u00fchren, wenn die Geschichte und die Kultur, von der wir leben, durch die Verbrechen, die sie heimsuchen, zutiefst kompromittiert scheinen? Wie l\u00e4sst sich diese Erbschaft transformieren \u2013 und welche Geschichten m\u00fcssen wir daf\u00fcr erben \u2013, um die Gewalt nicht fortzuf\u00fchren? Dieses Projekt entwickelt ein Konzept der affektiven Erbschaft, das es erm\u00f6glicht, gleichzeitig \u00fcber die prozessualen und wiederkehrenden Dimensionen gewaltvoller Erbschaften, sowie \u00fcber die Erbschaft als Ort nachzudenken, aus dem transformative Potenziale und intime Gegenkr\u00e4fte gesch\u00f6pft werden k\u00f6nnen. Um diese Reflexion zu entwickeln, wendet sich ihr Projekt dem experimentellen Kino der ersten westdeutschen Nachkriegsgeneration zu; bzw. Filmen, die die Perspektive der Kinder derjenigen, die Hitler an die Macht gebracht haben, gestalten und reflektieren. Das Projekt entwickelt einen atmosph\u00e4rischen Ansatz zur Erbschaft: Die gewaltvolle Erbschaft zirkuliert auf Wegen, die sowohl situiert und verk\u00f6rpert als auch diffus und unpers\u00f6nlich sind. Die filmischen und formalen Aspekte und \u00e4sthetischen Verfahren werden im Projekt insofern hinterfragt, als sie die affektiven Erbschaften und ihre Transformationspotenziale gestalten.<\/p>\n<p>Ihre Doktorarbeit in Philosophie (2023 verteidigt), in Co-Tutelle zwischen der Universit\u00e9 Libre de Bruxelles und der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal, wurde 2025 unter dem Titel <em>Les d\u00e9sirs guerriers de la modernit\u00e9<\/em> bei \u00c9ditions du Seuil ver\u00f6ffentlicht. Die Dissertation geht von der westeurop\u00e4ischen Gegenwart aus und baut mehrere Einblicke ins 20. Jahrhundert, um Gef\u00fcge von Affekten und Begehren zu untersuchen, die mit Krieg verbunden sind, und deren Verflechtung die Rhythmen der Moderne bestimmt. Anhand Walter Benjamins Philosophie der Sinneswahrnehmung in der Moderne, und basierend auf W. G. Sebald, auf Klaus Theweleit sowie auf einer umfassenden Untersuchung Ernst J\u00fcngers befasst sich die Dissertation mit dem Ersten Weltkrieg, der Zwischenkriegszeit und der deutschen Nachkriegszeit. Sie analysiert die historischen Formen der Rhythmen, Sensibilit\u00e4ten und Intensit\u00e4ten, wodurch diese Affekte und Reize Gestalt annehmen. Sie untersucht auf dieser Basis mehrere Szenen: das Verlangen nach einer Intensivierung der Selbsterfahrung, das die Phantasiewelten von 1914\u20131918 pr\u00e4gt, die Beseitigung der Tr\u00fcmmer nach 1945 und die Dynamiken der \u00bbK\u00e4lte\u00ab bei der Distanzierung von der Kriegsgewalt \u2013 sowie die aktive Beziehung zum Krieg, die dieser Distanz inh\u00e4riert.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Assoziierte Forscherin<\/p>\n<p>Georgenstr. 47<br \/>\n10117 Berlin<\/p>\n<p>&#x44;e&#x62;&#111;r&#x61;&#104;&#x2e;&#98;r&#x6f;&#115;&#x74;&#101;a&#x75;&#120;&#x40;&#x75;l&#x62;&#46;b&#x65;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":3797,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[40],"tags":[],"class_list":["post-3795","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-personen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3795"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3822,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3795\/revisions\/3822"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}