{"id":1083,"date":"2017-01-13T09:47:48","date_gmt":"2017-01-13T08:47:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/?p=1083"},"modified":"2021-01-31T12:51:40","modified_gmt":"2021-01-31T11:51:40","slug":"en-since-eve-ate-apples-much-depends-on-dinner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/en-since-eve-ate-apples-much-depends-on-dinner\/","title":{"rendered":"\u00bbSince Eve ate apples, much depends on dinner\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>\u00bbDie Feinschmeckerei ber\u00fccksichtigt Menschen und Dinge, um alles Kennenswerthe von einem Land zum anderen zu bringen, so dass ein kunstreich geordnetes Mahl gleichsam ein Abriss der ganzen Welt ist [&#8230;].\u00ab<\/p>\n<p>Diese Zeilen stammen von Jean Anthelme Brillat-Savarin, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Versuch unternommen hat die Gastronomie zum Gegenstand einer umfassenden kulturellen Frage nach dem Kulinarischen zu machen. Die (kultur)wissenschaftliche Besch\u00e4ftigung mit dem Essen beginnt damit an der kosmopolitischen (und gleicherma\u00dfen kolonialen) b\u00fcrgerlichen Tafel, um von dort aus bis an die Kocht\u00f6pfe fremder Kulturen vorzudringen. Aber auch die antiken und neuzeitlichen Institutionen des Symposiums, der Tischgesellschaft und des Gelehrtenmahls f\u00fchren das Essen auf je unterschiedliche Weise mit dem philosophischen und kulturellen, ja, kulturstiftenden Diskurs eng, ebenso wie in Mythen und Gr\u00fcndungserz\u00e4hlungen kulinarische Praktiken stets eine eminente Rolle spielen, wenn es darum geht einen \u00bbAbriss der ganzen Welt\u00ab zu entwerfen.<\/p>\n<p>In dem einf\u00fchrenden Seminar zur Kulturwissenschaft des Kulinarischen sollen von diesen Beobachtungen ausgehend sowohl grundlegende kulturtheoretische Texte diskutiert, als auch \u00fcberhaupt nach dem Verh\u00e4ltnis von Kultur, Kulturwissenschaft und kulinarischen Praktiken gefragt werden: Wie und in welcher Weise haben die Praktiken der K\u00fcche in ganz unterschiedlicher Weise zum Denken (und Erz\u00e4hlen) mit und \u00fcber Essen Anlass gegeben? Welche Zusammenh\u00e4nge lassen sich in kulturhistorischer und kulturvergleichender Perspektive zwischen den Praktiken des Denkens, des Sprechens, des Lesens und Schreibens und den kulinarischen Praktiken herstellen? Und was k\u00f6nnte am Ende und ausgehend davon eine Kulturwissenschaft des Kulinarischen sein?<\/p>\n<p>Abbildung: Charles Albert d&#8217;Arnoux, genannt Bestall: Les Alimens, Illustration zu Jean Anthelme Brillat Savarin, Physiologie du go\u00fbt, Paris 1848, o.S.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbDie Feinschmeckerei ber\u00fccksichtigt Menschen und Dinge, um alles Kennenswerthe von einem Land zum anderen zu bringen, so dass ein kunstreich geordnetes Mahl gleichsam ein Abriss der ganzen Welt ist [&#8230;].\u00ab<\/p>\n<p>Diese Zeilen stammen von Jean Anthelme Brillat-Savarin, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Versuch unternommen hat die Gastronomie zum Gegenstand einer umfassenden kulturellen Frage nach dem Kulinarischen zu machen. Die (kultur)wissenschaftliche Besch\u00e4ftigung mit dem Essen beginnt damit an der kosmopolitischen (und gleicherma\u00dfen kolonialen) b\u00fcrgerlichen Tafel, um von dort aus bis an die Kocht\u00f6pfe fremder Kulturen vorzudringen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1086,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1083"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1083"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1083\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2508,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1083\/revisions\/2508"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}