{"id":1135,"date":"2015-11-27T16:15:57","date_gmt":"2015-11-27T15:15:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/?p=1135"},"modified":"2021-01-31T12:11:47","modified_gmt":"2021-01-31T11:11:47","slug":"bilder-der-folter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/bilder-der-folter\/","title":{"rendered":"Bilder der Folter"},"content":{"rendered":"<p>In seiner Masterarbeit fragt Sebastian K\u00f6the nach dem Einsatz von Bildern und Filmen in US-amerikanischen Folterpraktiken im Zuge des so genannten <em>global war on terror<\/em>. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bilder verwendet werden, um die epistemische Delegitimation von Folter, besonders ausf\u00fchrlich dargelegt im Senate Intelligence Comittee Report on Torture, zu kompensieren. Am <em>interrogation log<\/em> von Mohammed al-Qahtani kann gezeigt werden, dass Bilder nicht nur als evidenzproduzierende Legitimationsstrategie eingesetzt werden, sondern auch als besch\u00e4mende Waffe, als Selbstagitation der Folternden und als Anschauungsmaterial einer zynischen, vorgeblichen Erziehung der Gefolterten zu Moral und Rationalit\u00e4t.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt untersucht er die Migration bestimmter Schl\u00fcsselmotive zwischen realen Folterpraktiken, ihrer Repr\u00e4sentation im narrativen Kriegsfilm (<em>Zero Dark Thirty<\/em>) und im spektakul\u00e4ren Horror-Subgenre des Torture Porn (<em>Hostel<\/em>). So kann deutlich gemacht werden, dass Bilder und Narrationen nicht nur konstitutiv in der intimen Situation der Folter sind, sondern auch ma\u00dfgeblich den gesellschaftlichen und milit\u00e4rischen Diskurs um Kriegsbeteiligungen und die (Un-)Betrauerbarkeit bestimmter Leben pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Abbildung:\u00a0Thomas V. Curtis (former Reserve M.P. sergeant): sketch showing how Dilawar was chained to the ceiling of his cell, 2005.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner Masterarbeit fragt Sebastian K\u00f6the nach dem Einsatz von Bildern und Filmen in US-amerikanischen Folterpraktiken im Zuge des so genannten global war on terror. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bilder verwendet werden, um die epistemische Delegitimation von Folter, besonders ausf\u00fchrlich dargelegt im Senate Intelligence Comittee Report on Torture, zu kompensieren.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1175,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1135"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1135"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1135\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2480,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1135\/revisions\/2480"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1175"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aesthetik.hu-berlin.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}